Ermutigung - Du bist einmalig

Mit diesem Blogeintrag möchte ich dich ermutigen. Tauche mit mir in die Geschichte der Wemmicks ein und lasse das Erleben des kleinen Dorfes auf dich wirken. Findest du dich im Leben der Wemmicks wieder?


Die Wemmicks

Die Wemmicks sind ein kleines Volk von Holzpuppen. Jede der Puppen wurde vom Holzschnitzer Eli gemacht. Die Holzpuppen machen den ganzen Tag das gleiche: sie stecken sich Aufkleber an. Die Wemmicks, die tolle Sachen machen oder deren Holz und Farbe besonders schön ist, bekommen Sterne. Die Wemmicks, die nicht so begabt sind und deren Farbe abblättert, bekommen Punkte. Jeder Wemmick zeigt, was er kann. Die einen singen tolle Lieder, andere heben schwere Klötze über ihren Köpfen hoch und manche erzählen packende Geschichten. Dafür bekommen die Wemmicks Sterne.


Punchinello ist einer dieser Holzpuppen. Er versucht so hoch wie die anderen zu springen. Doch er fällt immer wieder hin. Daraufhin bekommt er von den anderen Wemmicks Punkte. Wenn er zu Boden fällt, bekommt sein Lack Kratzer. Dafür bekommt er wieder Punkte. Wenn er sich zu erklären versucht, sagt er ganz schusselige Dinge und die anderen Wemmicks geben ihm weitere Punkte. «Er verdient viele Punkte!», da sind sich die Wemmicks einig und Punchinello glaubt ihnen. Punchinello fühlt sich unter den anderen Wemmicks unwohl und verbringt lieber alleine Zeit oder umgibt sich mit den Holzpuppen, die ebenfalls viele Punkte haben.


Eines Tages trifft Punchinello ein Holzpuppenmädchen namens Lucia. Sie ist anders. Lucia trägt keine Sterne und keine Punkte. Einige Wemmicks bewundern sie dafür und versuchen ihr Sterne anzukleben. Doch diese fallen einfach wieder ab. Andere Wemmicks verachten sie dafür und stecken ihr Punkte an. Doch auch die Punkte haften nicht und fallen wieder ab.


«So möchte ich auch sein», denkt Punchinello. «Wie machst du das?», fragt er Lucia. «Das ist ganz leicht», sagt Lucia fröhlich. «Ich gehe jeden Tag zu Eli dem Holzschnitzer und verbringe Zeit in seiner Werkstatt.» Punchinello schaut Lucia ungläubig an: «Weshalb tust du das?» Lucia erwidert: «Wieso findest du das nicht selbst heraus? Geh den Hügel hinauf. Dort findest du Eli in seiner Werkstatt. Er freut sich bestimmt sehr, dich zu sehen.» Und schon springt Lucia davon, ehe Punchinello noch weitere Fragen stellen kann. Punchinello setzt sich hin. Gedanken rasen durch seinen Kopf: «Will mich Eli überhaupt sehen?»

Punchinello nimmt seinen ganzen Mut zusammen und macht sich auf den Weg zur Werkstatt. Er öffnet die schwere Türe vorsichtig und schleicht sich leise rein. Er schluckt leer. Die Angst ergreift ihn und er will sich gerade wieder umdrehen, da ertönt eine tiefe, sanfte Stimme: «Punchinello, wie schön, dass du da bist!» Punchinellos Herz rast: «Woher kennst du meinen Namen?» Eli schmunzelt und hebt Punchinello auf seine Werkbank hoch. «Ich habe dich gemacht.» Eli schaut Punchinello liebevoll an und fährt fort: «Es scheint, als ob du von den anderen Wemmicks schlechte Noten bekommen hast.» «Es tut mir leid Eli, ich habe mich wirklich bemüht, besser zu sein.» «Du brauchst dich vor mir nicht zu erklären. Was die anderen Wemmicks über dich denken, interessiert mich nicht.», entgegnet Eli. Eine wohlige Ruhe erfasst Punchinello.


«Es ist nicht wichtig, was die anderen Wemmicks von dir denken. Es ist nur wichtig, was ich von dir denke. Du bist für mich etwas ganz Besonderes!», sagt Eli. Punchinello lacht: «Ich etwas Besonders? Warum? Ich laufe langsam, meine Farbe blättert ab und ich habe überall Kratzer.» Eli legt seine Hände auf die hölzernen Schultern von Punchinello und sagt ganz langsam: «Weil du mir gehörst. Darum bist du so wichtig für mich. Jeden Tag hoffte ich, dass du kommen würdest.» «Weshalb haften die Aufkleber bei Lucia nicht?» «Weil sie sich entschlossen hat, dass das, was ich denke, wichtiger ist als das, was die anderen denken. Die Aufkleber bleiben nur kleben, wenn sie für dich wichtig sind. Umso mehr du meiner Liebe vertraust, desto mehr verlieren die Aufkleber an Bedeutung. Punchinello, du wirst es noch verstehen, aber es braucht Zeit. Du hast viele Aufkleber. Kommt von nun an jeden Tag zu mir.» Eli hebt Punchinello von der Werkbank und setzt ihn auf den Boden. «Erinnere dich daran», sagt Eli, als Punchinello schon in der Türe steht. «Du bist etwas Besonderes, weil ich dich gemacht habe. Und ich mache keine Fehler.» Punchinello bleibt nicht stehen, aber sein kleines Herz hüpft vor Freude. Und als Punchinello über diese Worte nachdenkt, fällt der erste Punkt zu Boden.

Du bist etwas Besonderes!


Ganz egal wo du gerade in deinem Leben stehst, ob dir das Leben Blumen schenkt oder du durch ein finsteres Tal gehst. Du bist etwas Besonderes! Diese Wahrheit ist und bleibt und lässt sich nicht durch Umstände oder Gefühle ändern.


Der Psalm 91 drückt die Liebe Gottes zu dir so wunderbar aus. Ich ermutige dich dazu, diesen Psalm bewusst durchzulesen. Studiere die grandiosen Verheissungen, die dieser Psalm für dich bereithält. Ist dir bewusst, wie sehr Gott dich liebt und dass du einen Ehrenplatz an seiner Seite hast?


Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. Ich sage zu dem HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue! Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest; er wird dich mit seinen Fittichen decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild. Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen; ja, mit eigenen Augen wirst du es sehen, und zuschauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn du [sprichst]: Der HERR ist meine Zuversicht! Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht; kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen. Denn er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt. Auf den Löwen und die Otter wirst du den Fuß setzen, wirst den Junglöwen und den Drachen zertreten. »Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn erretten; ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt. Ruft er mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn befreien und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihn schauen lassen mein Heil!«

Psalm 91



Autor «Du bist einmalig»: Max Lucado

Quelle Bildmaterial: thewemmicks.blogspot.com

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