Unsere Vision - woher kommen Zweifel?

Bisher fiel es mir einfach, über unsere Vision zu sprechen oder zu schreiben, denn sie lag in der Zukunft. Jetzt ist Januar und ich lebe in der Realität, dass wir unser ganzes Vertrauen auf die Stimme Gottes setzen. Mein Mann, Benji, und ich sind in keinem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis mehr, das mir ein Sicherheitsgefühl gibt.


Du kennst unsere Vision noch nicht? Hier findest du die Anfangsgeschichte.


Ich habe mir lange überlegt, worüber ich diese Woche in meinem Blog schreiben soll. Es war für mich keine einfache Entscheidung. Ich halte daran fest, dich mit auf unsere Lebensreise mitzunehmen. Für mich gehört dazu, unsere Geschichte mit allen Höhen und Tiefen authentisch zu teilen.

Fotos von dieser Woche - wir wurden eingeschneit

Die letzten Wochen waren für mich von Zweifeln geprägt. Ich fragte mich oft, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, gehen die meisten Bekannten ihrer Arbeitstätigkeit nach, und wissen, woher ihre Lohnzahlung Ende Monat kommt. Die Situation, in der sich meine Familie und ich befinden, scheint aus meiner menschlichen Sicht ungewiss oder sogar unlogisch. Und trotzdem merke ich, wie Gott in dieser speziellen Zeit auf übernatürliche Art und Weise wirkt. Es ist für mich ein hin- und hergerissen sein: tief in meinem Herzen weiss ich, dass wir das Richtige tun und auf der anderen Seite ist da diese Ungewissheit.


Besuch im Gebetshaus


Vor gut einer Woche besuchten wir ein Gebetshaus im Kanton Schwyz. Seit rund 20 Jahren wird dieses Gebetshaus von einem Ehepaar geführt, das Benji und mich zuvor nicht kannte. Weil ihnen unsere Geschichte unbekannt war, berührte es mich besonders, wie treffend ihre Prophetien waren. Ihre Worte stimmten eins zu eins mit den Zusagen überein, die wir in Vergangenheit schon selber oder von anderen Menschen hörten.


Wenige Tage später kamen trotzdem wieder Zweifel in mir hoch. Fragen von meinem Umfeld wie: "Habt ihr noch genug Geld? Wie kommt ihr über die Runden?", verunsicherten mich.


Ermutigung durch meine Freunde


Ich merke, wie es mich ermutigt, wenn ich mich mit Menschen auseinandersetze, die tief im Glauben unterwegs sind und verrückte Dinge mit Jesus Christus erleben. Diese Woche war ein befreundetes Ehepaar bei uns, mit denen ich mich über meine Gefühlslage austauschte. Der Ehemann des befreundeten Paars hat mir folgende Geschichte aus der Bibel mitgegeben.


Thomas aber, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten ihm die anderen Jünger: Wir haben den Herrn gesehen! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben! Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch! Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Johannes 20, 24 - 28


Thomas, der Jünger von Jesus Christus, ist für seine Zweifel bekannt. Er hat so viele Wunder von Jesus Christus hautnah miterlebt. Er sah, wie Jesus Menschen heilte, wiederherstellte und sie vom Tod auferweckte. Thomas glaubte seinen Freunden nicht, als sie ihm davon erzählten, dass Jesus auferstanden ist. Er wünschte sich einen weiteren Beweis. Acht Tage später erschien Jesus Thomas und er konnte seine Finger in die Wunde Jesu legen. Thomas erkannte Jesus Christus als seinen persönlichen Herr und Gott.

Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben! Johannes 20, 29

Für mich wäre es nachvollziehbar gewesen, wenn Jesus gesagt hätte: "Thomas hat schon so viele Wunder von mir gesehen und jetzt braucht er einen weiteren Beweis!?" Wie wunderbar ist Jesus! Er reagiert so anders, als wir Menschen es machen würden. Er nahm Thomas und sein Bedürfnis ernst.


Die Entscheidung


In den letzten Wochen zeigte sich in meinem Leben Unglaube. Herausfordernde Zeiten sind für mich ein wunderbarer Spiegel meines Herzens. Durch Drucksituationen kommt an die Oberfläche, was sowieso schon da war. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, meine Zweifel nicht auf meine Umstände abzuschieben. Ich möchte mich nicht von meinen Lebensumständen abhängig machen.


Diese Bibelstelle öffnete mir die Augen:


Er sprach aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.

Markus 7, 20 - 23


Es ist für mich jetzt an der Zeit, die Wurzel des Unglaubens zu finden und aus meinem Leben zu verbannen. Ich halte an der Zusage fest, die Jesus macht: Wenn du glauben kannst - alles ist möglich dem, der glaubt! (Markus 9, 23)




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