Unsere Vision - Wenn Gottes zusage nicht eintrifft

Was ist, wenn Gott laut und deutlich zu sprechen scheint, seine Worte aber Leere und Unverständnis zurücklassen? Turbulente Monate liegen hinter mir und ich möchte diese nicht unter den Teppich kehren. Immerhin nehme ich dich mit meinem Blog auf meine Lebensreise mit - auch wenn diese gerade auf einer anderen Route verläuft, als geplant.


Wie alles begann


Ich weiss noch, wie Gott klar und deutlich zu mir sprach: «Benji braucht keinen gewöhnlichen Job mehr anzunehmen. Ich versorge euch!» Zum Zeitpunkt, als ich diese Zusage erhielt, füllte ich ganze Notizbücher mit Gottes Offenbarungen. Das Brennen in meinem Herzen war so gross! Ich war voller Zuversicht und Freude; Gott schreibt Geschichte - im Hier und Jetzt. Und ich darf daran teilhaben! Nicht nur ich schien diese Worte gehört zu haben. Auch mein Mann hatte diesen Eindruck. Vermehrt erreichten uns Bilder und Zusagen, die unsere Entscheidung bestätigten; mein Mann gab seinen sicheren Job auf und wir folgten Gottes Reden. Hier findest du meinen ersten Blogeintrag dazu.


Ich sehe die Reaktionen aus unserem Umfeld noch heute vor mir: viele waren erstaunt ab unserem Mut oder begeistert, andere reagierten verständnislos und skeptisch. Weil ich mir unserer Entscheidung so sicher war, nahm ich Gegenwind gerne in Kauf.


Wir starten durch!


Hoffnungsvoll und aufgeregt starteten wir im Januar 2021 unser grosses Abenteuer. Mein Mann und ich waren davon überzeugt, Gottes Verheissungen schon bald zu sehen. Doch irgendwie blieb es still um uns. Bei mir machte sich latente Nervosität breit, während dem mein Mann zuversichtlich und optimistisch blieb.


Nach einigen Monaten liess mich der Eindruck nicht los, dass wir die planmässige Route verlassen und in Richtung Abgrund segeln. Keine neue Türe öffnete sich, egal wie sehr wir es versuchten. Ich war erleichtert, als sich Benji dann im Sommer 2021 einer neuen Arbeitstätigkeit widmete und unser Abenteuer ein Ende fand.


Meine Dankbarkeit darüber, wieder ein sicheres Einkommen gefunden zu haben, war getrübt, denn in mir zerbracht etwas Fundamentales: mein Vertrauen in Gott. Mein tiefer Glaube gleichte auf einmal einem Trümmerhaufen.


Hoffnung in tausend Scherben


Schon häufig folgte ich dem Reden, das sich für mich wie Gottes Stimme anhörte. Ich konnte mich immer darauf verlassen und erlebte Übernatürliches. Ansonsten wäre ich mit meiner Familie niemals einen so gewagten Schritt gegangen.


Die Erlebnisse aus dem Jahr 2021 erschütterten mich. Bis heute sage ich nicht mehr aus tiefer Überzeugung, dass es «diesen einen Weg» namens Jesus Christus gibt. Ich hinterfrage vieles, worüber ich mir jahrelang sicher war.


Zukunft


Ich weiss nicht, wie es in meinem Glaubensleben weitergeht. In meinem Herzen spüre ich aber, dass es da etwas gibt, das ich mit meinem blossen Auge nicht erkennen kann. Ich mache mich weiter auf die Suche und berichte hier in sporadischen Abständen über meine Erlebnisse und Gedanken.


Alles Liebe





Übrigens


Nach dem ich die Rohfassung dieses Blogeintrags schrieb, weinte und betrauerte ich meinen zerbrochenen Glauben. Mein Herz schmerzte und in meiner Verzweiflung sagte ich: «Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann gib mir ein Zeichen!»


Einen Tag später ging ich mit meinem Sohn einkaufen. Als ich eine Münze in den Einkaufswagen stecken wollte, ging sie nicht rein. Bei genauerem Hinschauen stellte ich fest, dass bereits eine Münze drinsteckte. Verwundert zog ich sie raus und betrachtete die eingravierten Worte: «Jesus liebt dich.»




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